DGUV V3 legt fest, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel regelmäßig auf ihre Sicherheit überprüft werden müssen. Diese Prüfungen sollen verhindern, dass defekte oder unsachgemäß installierte elektrische Geräte zu Unfällen führen, die schwere Verletzungen oder sogar Todesfälle verursachen könnten.
2. Gesetzliche Verpflichtung
Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, die Vorschriften der DGUV V3 einzuhalten.
Das bedeutet, dass sie ihre elektrischen Anlagen und Betriebsmittel regelmäßig von qualifizierten Fachkräften prüfen lassen müssen.
Eine Missachtung dieser Vorschriften kann rechtliche Konsequenzen haben, einschließlich Bußgeldern oder im schlimmsten Fall strafrechtlicher Verfolgung bei Unfällen.
3. Vermeidung von Ausfallzeiten
Regelmäßige Prüfungen gemäß DGUV V3 helfen dabei, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Dies kann teure Ausfallzeiten im Betrieb verhindern, die durch plötzliche technische Defekte oder Unfälle entstehen könnten.
4. Versicherungsschutz
Im Falle eines Schadens oder Unfalls prüfen Versicherungen oft, ob die DGUV-Vorschriften eingehalten wurden. Wenn dies nicht der Fall ist, kann es sein, dass der Versicherungsschutz eingeschränkt ist oder ganz entfällt. Die Einhaltung der DGUV V3 ist also auch ein wichtiger Aspekt des Risikomanagements.
5. Schutz von Arbeitnehmern und Unternehmen
Durch die regelmäßigen Prüfungen wird nicht nur die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleistet, sondern auch das Unternehmen selbst geschützt. Elektrische Brände oder Unfälle können nicht nur Menschenleben gefährden, sondern auch erhebliche materielle Schäden verursachen.
6. Image und Compliance
Die Einhaltung von Vorschriften wie DGUV V3 trägt zum positiven Image eines Unternehmens bei. Es zeigt, dass das Unternehmen seineVerantwortung ernst nimmt und in die Sicherheit seiner Mitarbeiter und seiner Infrastruktur investiert.
prüfequipment
Diese beiden Normen ersetzen die alte DIN VDE-0701/0702 und sind seit 2021/22 gültig. Sie regeln die Überprüfung der Schutzmaßnahmen zur elektrischen Sicherheit bei Wiederholungsprüfungen sowie nach Reparaturen.
Im folge dessen ergeben sich Änderungen bei einzelnen Prüfaufgaben. Für Leitungen über 1,5 mm² gilt nun eine neue Berechnungsgrundlage und die Ableitstrommessung an isolierten Eingängen ist normativ festgelegt.
Der SECUTEST ST ist für die Prüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen bei ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln, medizinischen Geräten und Schweißgeräten optimiert. Der kompakte Messgerät ist nicht nur für die Prüfung des Schutzleiterwiderstands mit 200 mA und 10 A, sondern auch für die Messung des Isolationswiderstands, verschiedener Ableitströme sowie für die Überprüfung von Schutzkleinspannungen SELV und PELV ausgelegt. Zum weiteren Messumfang zählen die Bestimmung der Auslösezeit von Fehlerstrom-Schutzschaltern der Typen PRCD, SPE-PRCD, PRCD-S und PRCD-K, ein Funktionstest mit Ermittlung von U, I, P, S, LF, f sowie ein Leitungstest auf Durchgang, Kurzschluss und Polarität.
Umgang mit Elektrogeräten am Arbeitsplatz
Exponierte Gerätekabel stellen eine mögliche Stolpergefahr dar.
Verlegen Sie alle Kabel so, dass Personal und Kunden nicht darüber stolpern oder die Kabel versehentlich herausziehen können.
Achten Sie beim Positionieren Ihres Geräts oder Netzteils darauf, dass die Kabel nicht geknickt werden und dass die Stecker nicht gegen eine Wand oder harte Oberfläche gedrückt werden.
Achten Sie darauf, dass Netzkabel keinen Wärmequellen (entlang den Heizungsrohren oder auf den Heizkörpern) ausgesetzt sind.
Überprüfen Sie Ihre Netz- und anderen Kabel regelmäßig. Wenn ein Netzkabel zerfranst, rissig oder auf andere Weise beschädigt wird, verwenden Sie es ab sofort nicht mehr. Es wird empfohlen, das beschädigte Netzkabel zu ersetzen.
Wickeln Sie das Netzkabel nicht zu fest um das Netzteil.
Besonders anfällig sind sogenannte Bodentanks. Verhindern Sie, dass Personen auf Kabel treten können bzw. dass sie durch Möbel zerdrückt werden. Verhindern Sie, dass Kabel in den Bodentanks eingequetscht oder stark geknickt werden können.
Achten Sie darauf, dass Sie nicht an Kabeln ziehen, diese verknoten, stark knicken oder auf andere Art und Weise unsachgemäß behandeln.
Ziehen Sie am Stecker und nicht am Kabel, wenn Sie die Stromverbindung trennen möchten.
Bei Schichtende fahren Sie Ihre EDV-Geräte herunter und bei längerer Abwesenheit (Urlaub) trennen Sie das Ladekabel Ihres empfindlichen Notebooks von der Stromversorgung.
Bei Küchengeräten;
trennen Sie bei Schichtende oder Verlassen des Büros Küchengeräte wie Wasserkocher, Toaster, Kaffeemaschine von der Stromversorgung.
Allgemeine Hinweise zur guten Instandhaltung elektrischer Geräte.
Vermeiden Sie, dass sich Staub auf dem Lüfter, in Schlitzen oder anderen Öffnungen absetzt.
Verwenden Sie ihre Geräte nicht in der Nähe von Wärmequellen, Lebensmitteln, übermäßigem Schmutz, Staub, Öl- und Chemierückständern oder in direkter Sonneneinstrahlung.
Verwenden Sie Ihr Gerät nicht in der Nähe von Wasser oder an einem feuchten Ort (z. B. in der Nähe einer Dusche, Badewanne, eines Waschbeckens).
Wenn Ihr Gerät nass wird, ziehen Sie den Stecker, wischen Sie das Gehäuse vorsichtig mit einem sauberen, trockenen Tuch ab und lassen Sie das Gerät austrocknen.
Platzieren Sie keine Gegenstände auf dem Gerät.
Aktuelle normenlage in Bezug auf MSD (Mehrfachsteckdosen)
Die Normung DIN VDE 0620-1:2010-02 fordert normativ die Hersteller zu Aufbringen von Warnhinweisen. Nach Abschn. 8.9 müssen für ortsveränderliche Mehrfachsteckdosenleisten und Zwischenstecker auf dem Produkt selbst oder zumindest auf einem Beipackzettel mittels Text oder Piktogramm folgende Warnhinweise angegeben werden;
• Nicht hintereinander stecken!
• Nicht abgedeckt betreiben!
• Nicht hintereinander stecken!
• Nicht abgedeckt betreiben!
• Spannungsfrei nur bei gezogenem Stecker!
• Nicht hintereinander stecken!
muss eine Information mitgeliefert werden, in welcher Umgebung diese Produkte eingesetzt werden dürfen.